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Postamt Christkindl: Eine österreichische Besonderheit

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Das Postamt Christkindl in Oberösterreich ist weltberühmt. Hier die Geschichte dieser österreichischen Besonderheit.

Am Ende des 17. Jahrhunderts lebte ein Mann namens Ferdinand Sertl in Steyr in Oberösterreich. Er war Kapellmeister und arbeitete bei der Feuerwache, doch der arme Mann litt an einer schweren Krankheit. Er war deshalb nicht gerne unter Menschen und suchte sich einen Platz im Wald, um allein zu sein. Er fand eine Fichte, die ihm besonders gut gefiel, und befestigte an ihrem Stamm ein Bild der Heiligen Familie. Später kaufte er eine aus Wachs geformte Figur eines Christkindls, stemmte ein Loch in die Fichte und versteckte die Figur in dem Baum. Von nun an pilgerte der kranke Mann mehrmals in der Woche dorthin und betete fu?r seine Gesundung.


Und tatsächlich, nach einiger Zeit fu?hlte er sich immer besser und besser und schließlich wurde er ganz gesund. Er erzählte seine Geschichte im Dorf und man errichtete aus Dankbarkeit eine hölzerne Kapelle um den Baum. Schon bald kamen viele Pilger aus der Umgebung zu der Kapelle und es sollen noch zahlreiche andere Wunderheilungen stattgefunden haben. 1725 wurde schließlich anstelle der Kapelle eine wunderschöne, kleine Barockkirche errichtet. Der Fichtenstamm und die wächserne Christkindl-Figur befinden sich noch heute in der Kirche.

Am 15. Dezember 1950 eröffnete die Österreichische Post in der einstigen Wirtsstube neben der Kirche zum ersten Mal ein Sonderpostamt. Dieses Postamt hatte die Aufgabe, Weihnachtspost mit einem eigenen „Christkindl“-Stempel zu versehen. Seit damals gibt es dort jedes Jahr das „Sonderpostamt Christkindl“ und Millionen von Briefen und Karten aus aller Welt haben den Weg zum „himmlischen Postamt“ bereits gefunden.

Texte: Elena Obermu?ller, David Gruber, Peter Hammermu?ller
Illustrationen: Elena Obermu?ller

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